RheumaPreis — Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz

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Daniel Bubel


Alter: 29 Jahre
Arbeitgeber: Institut für Versicherungsrecht Goethe-Universität
Beruf: Jurist


„Ich möchte dazu beitragen, dass Rheuma als das wahrgenommen wird, was es ist: Zwar eine schwere Erkrankung, doch man muss sein gewohntes Leben deshalb nicht aufgeben, sondern kann trotzdem vernünftig damit leben.“ So beschreibt Daniel Bubel seine Motivation, sich um den RheumaPreis zu bewerben. „Man sollte das Leben nicht von der Krankheit bestimmen lassen, sondern selbst darüber bestimmen“, lautet darum auch das Motto des 29-Jährigen.

Daniel Bubel erhielt die Diagnose „Morbus Bechterew“, eine Form von entzündlichem Rheuma, während seines Jura-Studiums. „Im ersten Moment wusste ich nicht so recht, was ich mit dieser Diagnose anfangen sollte“, gibt der 29-Jährige zu. Erst nach und nach wurde ihm klar, was sie für ihn bedeutete: Zu anfänglichen Schmerzen kamen Fieber, Entzündungen und weitere Beschwerden hinzu. Die Suche nach der richtigen Therapie war langwierig und stellte seine Geduld auf die Probe. Doch aufgeben kam für ihn nicht in Frage: „Man muss sich jeden Tag aufs Neue selbst motivieren und der Erkrankung proaktiv begegnen.“ Sport und Bewegung hat ihm bei der Krankheitsbewältigung geholfen und schließlich wurde auch eine geeignete Therapie gefunden.

Genauso proaktiv ging Daniel Bubel auch bei seiner Karriereplanung vor. „Bei meinem Vorstellungsgespräch in einer der großen Wirtschaftskanzleien habe ich von meiner Erkrankung berichtet, weil ich mit offenen Karten spielen wollte – dies ist für mich ein Gebot der Fairness.“ Bei seinem Arbeitgeber kam dies gut an, er zeigte von Anfang an großes Verständnis. So erhielt Daniel Bubel nicht nur ein Einzelbüro, das der Sonne abgewandt ist, da grelles Licht sich negativ auf seine chronische Augenentzündung auswirken würde. Es wurde auch spezielles Büro-Equipment angeschafft, das dem Juristen die Arbeit erleichtert: ein moderner ergonomischer Bürostuhl, ein Stehpult, eine Standleuchte für indirektes Licht und ein Luftbefeuchter, um Atemwegsinfektionen vorzubeugen, für die Daniel Bubel aufgrund seiner Erkrankung anfälliger ist. Diese Spezialausstattung von seinem Arbeitgeber zu bekommen, war dank der Offenheit des Juristen kein Problem: „Ich habe danach gefragt und habe es bekommen. Da gab es gar keine Diskussionen“, berichtet Daniel Bubel.

Ähnliche Bedingungen hat der 29-Jährige auch bei seiner zweiten Tätigkeit im Institut für Versicherungsrecht vorgefunden, wo er derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter aktiv ist und parallel an seiner Promotion arbeitet. „Mein Beruf als Jurist ist bei dieser Erkrankung eigentlich ein Glücksfall. Denn er ist eher „kopflastig“ und nicht mit körperlichen Belastungen verbunden. Außerdem kann ich mir meine Termine relativ frei einteilen und im Homeoffice arbeiten“, sagt Daniel Bubel. Auf Vorurteile in Bezug auf seine Erkrankung ist er noch nicht getroffen: „Die Kollegen verhalten sich sehr rücksichtsvoll und sind immer hilfsbereit. Und meine Leistungsfähigkeit hat auch noch niemand in Zweifel gezogen“. Dies liegt sicher auch an seinem offenen Umgang mit der Erkrankung: „Je besser das Umfeld aufgeklärt ist, je offener man darüber redet, umso größer ist das Verständnis dafür“, diese Erfahrung hat Bubel wiederholt gemacht.

Vom RheumaPreis erfahren hat Daniel Bubel über seine Schwiegermutter in spe, die Allgemeinärztin ist. „Sie hat mir den Infoflyer in die Hand gedrückt und sagte „Bewirb dich doch mal“.“ Gesagt – getan! Als er von seiner Auszeichnung mit dem RheumaPreis erfuhr, war der Jurist gerade bei einem Termin im Gericht. „Meine Freundin klingelte Sturm auf meinem Handy und berichtete mir sofort von dem Gewinn. Das war eine Riesenüberraschung!“ Die Willensstärke und der Kampfgeist, die der 29-Jährige bisher bei der Bewältigung seiner Erkrankung gezeigt hat, werden ihm auch zukünftig hilfreich sein.

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