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Franziska Kleinmagd


Alter: 21 Jahre
Wohnort: Kaiserslautern
Arbeitgeber: BASF SE, Ludwigshafen
Beruf: Mechatronikerin (in Ausbildung),
Maschinenbaustudentin


„Trotz Rheuma ist – fast – alles möglich! Das ist mein „Schlachtruf“, und er bestätigt sich in meinem Alltag immer wieder“, beschreibt Franziska Kleinmagd ihre Lebenseinstellung. Auch dank dieser positiven Art, mit ihrer Erkrankung umzugehen, hat die 21-Jährige aus Konstanz es bereits geschafft, einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu finden.

Schon seit ihrem sechsten Lebensjahr lebt Franziska Kleinmagd mit Psoriasis-Arthritis, einer speziellen Form von entzündlichem Rheuma, die häufig mit einer Schuppenflechte einhergeht. Sie kennt alle Höhen und Tiefen, die die Erkrankung mit sich bringt. „In der Schule wussten alle Bescheid und es gab nie nennenswerte Schwierigkeiten.“ Doch dies ist keine Selbstverständlichkeit, weiß Franziska Kleinmagd: „Viele junge Rheumatiker werden als Simulanten behandelt, weil die Krankheit oft nicht von außen erkennbar ist und auch nicht allgemein bekannt ist, dass schon Kinder und Jugendliche daran erkranken können.“

Nach dem Abitur stellte sich die Frage: Wie geht es jetzt weiter? Der Bereich „Technik“ sollte es sein. Doch ein normales Studium mit viel Theorie kam nicht in Frage – Franziska Kleinmagd wollte auch praktisch mit anpacken. Die Lösung war schnell gefunden: Ein duales Studium, das Ausbildung und praxisorientiertes Studium verbindet. „Aber kann das mit Rheuma überhaupt klappen?“, fragte sich die angehende Studentin damals. Sie erinnerte sich an ihr Motto und bewarb sich kurzerhand bei der BASF in Ludwigshafen, die eine solche Kombination aus Ausbildung zur Mechatronikerin und Maschinenbau-Studium anbot. Ihre Erkrankung und ihr Engagement bei der Rheuma-Liga gab sie bei ihrer Bewerbung mit an.

„Die Entscheidung, offen mit Rheuma umzugehen, hat mich viel Überwindung gekostet. Letztlich entschied ich mich dazu, weil es mir wichtig ist, bei einem Arbeitgeber zu arbeiten, der mich so akzeptiert, wie ich bin“, sagt die RheumaPreis-Trägerin. „Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.“ Im Vorstellungsgespräch und bei der werksärztlichen Untersuchung wurde kompetent mit der Erkrankung umgegangen und schon bald hielt sie ihren Arbeitsvertrag in den Händen. „Ich konnte mein Glück kaum fassen, ich hatte es wirklich geschafft!“, so die Werksstudentin.

Seit über einem Jahr studiert und arbeitet sie nun schon bei der BASF und fühlt sich gut aufgehoben: „Das Arbeitsklima verbindet „fordern und fördern“ sehr gut miteinander. Sollte ich Gelenkprobleme haben oder eine Pause brauchen, kann ich in unseren Arbeitsraum gehen und theoretische Arbeit im Sitzen ausführen.“ Auch Arzttermine kann die Maschinenbaustudentin jederzeit wahrnehmen. „Diese flexible Arbeitszeitregelung und die Möglichkeit, Theoriepausen einzulegen, sind für mich sehr wertvoll und ein gutes Beispiel, dass man mit wenig Aufwand viel erreichen kann“, sagt Franziska Kleinmagd. „Bei der BASF zählt neben der Arbeitsleistung auch der Mensch an sich – dies ist dort keine Theorie, es wird auch so gelebt. Chronisch kranken Menschen wird eine sehr gute Ausbildung ermöglicht und auch eine berufliche Perspektive geboten“, beschreibt sie ihren Arbeitgeber.

Mit ihrer Bewerbung möchte Franziska Kleinmagd andere Menschen mit Rheuma dazu anregen, selbstbewusst und offen mit ihrer Erkrankung umzugehen und auf diese Weise vielen unnötigen Problemen aus dem Weg zu gehen. Diesen Rat gibt sie anderen durch ihr Engagement bei der Rheuma-Liga weiter, wo sie als Ansprechpartnerin für den Raum Konstanz junge Menschen mit Rheuma berät. Für die Rheuma-Liga-Seminare und -Aktionen, an denen sie regelmäßig teilnimmt, will sie auch einen Teil des Preisgelds verwenden. Auf die Frage nach ihren langfristigen Zielen sagt die Studentin: „Auf jeden Fall den Bachelor schaffen und dann erfolgreich bei der BASF tätig sein, vielleicht auch an einem Standort im Ausland – das ist schon lange mein Traum.“

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