RheumaPreis — Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz

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Karin Schmitt


Alter: 54 Jahre
Wohnort: Niederaula
Arbeitgeber:  Michael Spielvogel GmbH & Co. KG
Beruf: Hotelfachfrau


Auf die Frage, was sie sich für ihre berufliche Zukunft wünscht, antwortet Karin Schmitt mit zufriedener Stimme: „Dass alles so bleibt, bis ich freiwillig in Rente gehe!“ Ein Satz, den man nicht sehr oft hört, wenn Menschen über ihre berufliche Zukunft sprechen – und der nicht nur aus diesem Grund überraschend ist. Denn die Situation von Karin Schmitt ist eine besondere – sie hat Rheuma, genauer gesagt rheumatoide Arthritis. Bis zu dieser Diagnose war es ein langer Weg, gepflastert mit Schmerzen, Unsicherheit und unzähligen Arztbesuchen. Jahrelang wussten die Ärzte nicht, was der 54-Jährigen wirklich fehlt und konnten keine entsprechende Behandlung einleiten. In einer Klinik wurden schließlich die Rheumawerte untersucht – und nach knapp vier Jahren Ungewissheit stand die Diagnose Rheuma fest. „Am schlimmsten war für mich, dass ich nicht mehr alles machen konnte, was ich wollte – das muss man psychisch erstmal verarbeiten“, erklärt Frau Schmitt.

Seit mittlerweile zehn Jahren arbeitet die Hotelfachfrau in einer Autobahnraststätte an der A5. Ihre Arbeitseinstellung beschreibt Frau Schmitt mit „Hans Dampf in allen Gassen“. Doch als sich geschwollene Gelenke und Schmerzen bei Belastung negativ auf ihre Arbeitsleistung auszuwirken begannen, geriet Frau Schmitt in eine schwierige berufliche Situation. Schnell wurden Chef und Kollegen auf die Veränderungen aufmerksam. Fehlzeiten und eingeschränkte körperliche Belastbarkeit machten Frau Schmitt zu einer gefühlten Belastung. „Der Chef wollte mich loswerden“, beschreibt die langjährige Mitarbeiterin die damalige Situation – und er versuchte dies schließlich auch. Die ausgesprochene Kündigung musste die Geschäftsleitung jedoch aufgrund des zwischenzeitlich beantragten Schwerbehindertenausweises der Arbeitnehmerin zurücknehmen.

Entspannung erfuhr die Situation, als ein neuer Geschäftsführer die Raststätte übernahm und Interesse für die Hintergründe seiner Arbeitnehmer zeigte. Er erkannte den Wert der langjährigen Erfahrung von Frau Schmitt und zeigte Bereitschaft, auf ihre Probleme, beispielsweise bei der Schichtarbeit oder im Service, einzugehen. Die Lösung in diesem Fall: Frau Schmitt wurde befördert. Sie erhielt eine freiwerdende Position in der Betriebsleitung – eine Chance, die sich die Angestellte nicht entgehen ließ. Nach intensiver Einarbeitung kam sie in ihrer neuen Position bald gut zurecht. Die überwiegend sitzende Tätigkeit mit geregelten Arbeitszeiten kann die motivierte Hotelfachfrau mit ihrer Gesundheit gut vereinbaren. „Ansonsten wäre ich heute wohl arbeitslos“, so Frau Schmitt.

Mit dem Preisgeld des RheumaPreises hat Frau Schmitt noch keine konkreten Pläne. „Das kam so überraschend“, erklärt sie, „möglicherweise eine Reise mit meinem Mann“. Doch die Frage, warum sie teilgenommen hat beantwortet sie prompt: „Aus Anerkennung meinem neuen Chef gegenüber!“

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