Hintergrund

Derzeit geben rund 5 Prozent der Berufstätigen mit Rheuma im ersten Jahr ihrer Erkrankung und rund 20 Prozent nach drei  Jahren ihren Arbeitsplatz auf.1 Damit zeigt sich: es besteht massiver Handlungsbedarf – bei Arbeitnehmern und auch bei Arbeitgebern!2 Beispiele aus der Praxis belegen, dass ein partnerschaftlicher, offener Umgang von Kollegen und Vorgesetzten mit der Situation zu erfolgreichen Lösungen führen kann, die dem Unternehmen die Arbeitskraft und dem Arbeitnehmer seine dauerhafte berufliche Einbindung sicherstellen. Ein aktives Berufsleben für Menschen mit Rheuma wird so zur Selbstverständlichkeit.

Idee

Die Auszeichnung „RheumaPreis“ ermutigt die Menschen mit entzündlichem Rheuma in Deutschland, ihre Vorgesetzten und Kollegen zu mehr Offenheit im Umgang mit der Erkrankung und Kooperation und  klärt über „Rheuma am Arbeitsplatz“ auf. Prämiert werden herausragende Beispiele für den Umgang mit chronischen Krankheiten im Berufsalltag, die Anregungen zur Veränderung bestehender Situationen und zu großer Offenheit geben und die zeigen, wie gemeinsames Engagement von Arbeitgeber und Arbeitnehmer Produktivität und Selbständigkeit am Arbeitsplatz erhalten können. Ein entsprechend gestalteter Arbeitsplatz spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Quellen / Hinweise:

1 Lacaille D. J Rheumatol 2005; 32 (72): 42-45, Sokka T et al.1999: 36-41; Eberhardt K et al. J Rheu-matol 2007; 34 (3): 481- 487

2 Die Verwendung der männlichen Form schließt weibliche Personen jeweils mit ein.