Preisverleihung 2026: Gemeinsam Chancen nutzen

Die Initiative RheumaPreis zeichnet Vanessa Wegner und Martin Abramowski für gelingende berufliche Teilhabe aus

Die Initiative RheumaPreis würdigt Menschen mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung, die gemeinsam mit ihren Arbeitgebern Wege gefunden haben, auch mit Rheuma erfolgreich im Berufsleben zu sein. Unter dem Motto „Rheuma Arbeit geben – Die Chancen nutzen“ wurden am 12. September in Leipzig Vanessa Kleinsteuber (geb. Wegner) und Martin Abramowskigemeinsam mit ihren Arbeitgebern mit dem RheumaPreis 2026 ausgezeichnet.

Im Rahmen des Deutschen Rheumatologiekongresses versammelten sich Betroffene, Ärzte, Vertreter von Verbänden und Organisationen sowie Unterstützer der Initiative zur feierlichen Preisverleihung im Congress Center Leipzig. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Matthias Schneider, Mitinitiator des RheumaPreises, machten die Grußworte von Dr. Silke Zinke, 1. Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen, Kerstin Keding, Vizepräsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, und Prof. Dr. Ulf Wagner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie und Kongresspräsident, deutlich, wie wichtig das Thema berufliche Teilhabe für Menschen mit Rheuma und für die Gesellschaft insgesamt ist. Dann standen die beiden Preisträger im Mittelpunkt.

Vanessa Kleinsteuber (geb. Wegner) wurde gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg ausgezeichnet. Die junge Justizangestellte lebt mit rheumatoider Arthritis und hat gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber Lösungen gefunden, die ihr ermöglichen, ihre berufliche Tätigkeit mit der Erkrankung weiter erfolgreich auszuüben. Ergonomische Hilfsmittel, flexible Arbeitsmöglichkeiten und vor allem ein offener und vertrauensvoller Umgang mit der Erkrankung tragen dazu bei. Zum Portrait von Vanessa Kleinsteuer 

Martin Abramowski erhielt den RheumaPreis gemeinsam mit Zukunftsfähiges Thüringen e. V. Nach einer schweren Krankheitsphase und einer langen Zeit mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen durch das Rheuma gelang ihm die Rückkehr in den Beruf. Heute ist er wieder ein sehr geschätztes Teammitglied – individuell angepasster Beschäftigungsumfang und Freiräume für seine gesundheitliche Situation vereinfachen das sehr. Zum Portrait von Martin Abramowski

In den Laudationes von Prof. Dr. Martina Saße (DVMB e.V.) und Dr. Kirsten Karberg (BDRh e.V.) wurde deutlich, dass hinter beiden Auszeichnungen weit mehr steht als die Anpassung eines Arbeitsplatzes: Es geht um Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und die Bereitschaft, gemeinsam nach Wegen zu suchen, damit erfolgreiche berufliche Tätigkeit auch unter veränderten gesundheitlichen Bedingungen möglich ist.
Besonders greifbar wurde diese Botschaft im anschließenden Podiumsgespräch. Vanessa Kleinsteuber und ihr Ehemann Tim Kleinsteuber sowie Martin Abramowski und die Arbeitgebervertreterin Marion Schoder (Zukunftsfähiges Thüringen e.V.) sprachen gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Schneider über ihre Erfahrungen. Dabei ging es um die ganz konkreten Fragen des Arbeitsalltags: Was braucht es, damit Beschäftigung mit Erkrankung dauerhaft möglich bleibt? Wo hilft Flexibilität? Und welche Rolle spielen Offenheit und Vertrauen auf beiden Seiten?

Abschließend richteten beide Preisträger auch ganz persönliche, ermutigende Botschaften an das Publikum. Vanessa Kleinsteuber machte Mut, offen mit der eigenen Erkrankung umzugehen: „Es ist ein Zeichen von Stärke, offen mit der Krankheit umzugehen.“ Sie möchte mit ihrer Geschichte anderen Betroffenen Mut machen und zeigen, dass ein erfülltes und beruflich erfolgreiches Leben mit Rheuma möglich ist.

Martin Abramowski betonte, wie wichtig es ist, Unterstützung anzunehmen und sich nicht selbst aus dem Berufsleben und dem sozialen Umfeld zurückzuziehen. Seine Botschaft: „Es ist wichtig, einen Job zu haben, der Spaß macht, den man wirklich machen will und nicht als Belastung sieht. Dann gibt es immer auch Wege, mit der Erkrankung im Berufsleben klarzukommen.“

So wurde die Preisverleihung 2026 zu weit mehr als der Übergabe zweier Auszeichnungen. Sie machte sichtbar, was möglich wird, wenn Menschen mit Rheuma und ihre Arbeitgeber gemeinsam Verantwortung übernehmen. Und sie zeigte: Berufliche Teilhabe ist nicht zuerst eine Frage von Einschränkungen, sondern eine Frage der Chancen.

Rheuma Arbeit geben – die Chancen nutzen: Vanessa Kleinsteuber und Martin Abramowski haben mit ihren Arbeitgebern gezeigt, wie das gelingen kann. Ihre Geschichten machen Mut – und sind zugleich beispielgebend für andere Betroffene und ihre Arbeitgeber.

Die Initiative RheumaPreis und ihre Förderer schaffen mit ihrem Engagement die Grundlage, solche Beispiele sichtbar zu machen, weiterzutragen und Menschen mit Rheuma und ihre Arbeitgeber zu ermutigen, gemeinsam Wege für eine gelingende berufliche Teilhabe zu finden.

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